Bukarest, die Seelenstadt für die Jugendlichen, die ihre Zukunft suchen

Doina Ciolacu kam nach Bukarest, als sie 16 Jahre alt war. Sie kam von Republik Moldawien, aber heute fühlt sie, dass sie dieser Stadt gehört, die sich zu entwicklen unterstützte. Jetzt, wenn sie 23 Jahre alt ist, weiss sie, dass es sich zu opfern lohnte. Sie fühlt sich sehr gut in der Hauptstadt Rumäniens und hat viele Pläne für ihre Zukunft in dieser Stadt, die sie liebt.

Bukarest ist mehr als „zu Hause” für mich. Weil es die Statd ist, wo ich lernte und mich entwickelte, kann ich sagen, dass es mein Seelenort ist. Ich war in viele andere Städte aus Rumänien, aber nirgendwo ist es wie hier. Ich will Bukarest niemals verlassen. Immer wenn ich die Möglichkeit habe, spazierenzugehen, gefällt es mir immer besser”, sagt uns Doina.

Sie schloss die Fakultät als Promotionschef ab

Doina Ciolacu kam nach Bukarest, als sie 16 Jahre alt war.

Die junge Frau von Bessarabien besuchte das Lyzeum beim Nationalkollegium „Iulia Hașdeu” von Bukarest. Es war ihr nicht leicht damals, weil sie allein war, hunderte Kilometer weit von ihrer Familie und sie sollte sich in einer Riesenstadt auskennen. Am schwersten fiel es ihr im ersten Jahr, in der IX. Klasse. Diana kam aus einer ganz anderen Umgebung, sie hatte einen bestimmten Akzent, der ihre Integration erschwerte. Ausserdem studierte sie in der Schule Englisch, und sie kannte nur Französisch und Russisch, die Fremdsprachen, die sie in der Republik Moldawien studiert hatte.

Eine Weile dachte sie Bukarest zu verlassen und nach Iași umzuziehen, um in der Nähe von ihrer Familie zu sein, aber sie machte das nicht.

Schritt für Schritt passte sie sich an, sie integrierte, entwickelte sich und in der XII. Klasse war sie schon ein Mitglied von einem sehr aktiven Verein: Der Verein der Bessarabischen Schüler und Studenten von Bukarest.

Im ersten Fakultätsjahr übernahm sie die Leitung dieses Vereins und involvierte sich in der Erledigung der Probleme, welche die Jugendlichen haben, wenn sie aus der Republik Moldawien nach Rumänien auswandern.

Die Lizenzstudien schloss sie bei der Universität Titu Maiorescu, bei der Fakultät für die Kommunikationswissenschaften und Internationale Beziehungen ab. Sie spezialisierte sich im Bereich der Internationalen Beziehungen und Europäischen Studien und am Ende der drei Fakultätsjahre war sie der Promotionschef. Dank ihrer Ergebnisse hätte sie in der Fakultät bleiben können, aber sie lehnte das Angebot ab, denn sie hatte andere Pläne.

Bukarest, eine Stadt, die viele Türen äffnet

Doina sieht sich nicht in einer anderen Stadt.

Man spricht viel in den letzten Jahren über die Wanderung. Die Welt ist wie ein ameisenhaftes Gewusel, wo die Menschen sich ständig bewegen. Die Geschichten dieser Jugendlichen, die ihre Familien verlassen, wenn sie jung sind und nach Bukarest kommen, zeigen uns, denjenigen, die in dieser Stadt leben, dass das negative Bild, das wir über die Hauptstadt Rumäniens haben, nicht realistisch ist.

Bukarest ist eine Stadt, die sich immer entwickelt und viele Türen öffnen kann. Man soll nur daran klopfen. Wenn man weiss, was man im Leben will, kann man sich die Wünsche überall erfüllen, aber vor allem in Bukarest. Meiner Meinung nach gibt es hier sehr viele Opportunitäten für die ehrgeizigen Jugendlichen, die sich bestimmt beruflich entwickeln können. Bukarest ist eine europäische Hauptstadt, wo man die Leute mit verschiedenen Kulturen und Religionen treffen kann. Immer wenn ich ausgehe, treffe ich viele Ausländer und ich denke, dass sie hier nicht bleiben würden, wenn sie sich in dieser Stadt nicht gut fühlen würden”, betont Doina.

„Ich liebe auch das Gedränge aus dieser Stadt”

Nach sieben Jahren kennt sie Bukarest sehr gut. Die junge Frau erzählt uns, dass ihr Seelenort der Park des Königs Mihai I. ist Als sie im Lyzeum war, wohnte sie in einem Heim in der Nähe dieses Parks und wenn sie sich entspannen wollte, lief sie zum Herăstrău See. „In diesem Park habe ich meinen Sonderplatz, wo es mir zu liegen gefiel, als ich mich isolieren wollte”, erinnert sich die junge Frau.

Doina bevorzugt auf der Siegesstrasse spazierenzugehen, weil das Alte und das Neue sich in dieser Gegend sehr schön verbinden. Sie sagt uns, dass sie sie Bukarester Architektur liebt, so dass sie sich oft entspannt, wenn sie spazierengeht. Der Vereinigungsboulevard gefällt ihr auch. „Manchmal gehe ich vom Alba Iulia Rondell bis zum Verfassungsplatz. Ich sehe die Fussgängerzone auf dem Vereinigungsboulevard als einen Platz ausserhalb der Anhäufung, auch wenn man in der Innenstadt ist. Ich liebe auch das Gedränge aus dieser Stadt. Das Einzige, was ich hier ändern möchte, ist die schwere Situation, die manche haben. Ich wünsche mir, dass es mehrere Anstalten zur Betreuung der Kranken gegründet werden und vor allem für die Kinder, die von klein auf Drogen verbrauchen, ohne sich eine andere Zukunft für sie vorzustellen”, erwähnt die junge Frau.

Sie entspannt sich, wenn sie auf den Bukarester Strassen spazierengeht.

Die Bessaraberin ist überzeugt, dass Bukarest mehr auf die Architektur setzen sollte, um mehrere Touristen anzuziehen. „Wenn es von mir abhängen würde, sollte man das authentische Thema bewahren. Meiner Meinung nach hat die historische Architektur eine wichtige Auswirkung auf den Tourismus”, behauptet die junge Frau.

Eine Familie und ein Geschäft in Bukarest

Diana kam nach Rumänien zu studieren, auf Antrieb von ihrer Mutter. Ursprünglich dachte sie nicht an Bukarest als Bestimmungsort, sondern an Timișoara. Ihre Eltern waren aber damit nicht einverstanden und schlugen ihr vor, Iași auszuwählen.

Ich begann, meine Unterlagen vorzubereiten und dachte, dass ich in Iași, und zwar 70 Kilometer weit von meinem Haus, studieren werden. Im Jahre 2012 wurden die Studienakten bei der Botschaft Rumäniens von Chișinău angesammelt. Als ich meine Unterlagen vorlegte und den Antrag mit den Kennzahlen der Lyzeen ausfüllte, begann ich mit Bukarest. Ich weiss nicht warum, aber es tut mir nicht leid. Leider war ich schon mit 15 Jahren bewusst, dass ich die Zukunft, wovon ich träumte, in meinem Land nicht haben kann. Ich hatte auch persönliche Gründe, warum ich weggehen wollte. Natürlich wusste ich nicht, was mich erwartete. Ich wünschte mir selbst zu zeigen, dass ich es schaffen werde, so dass meine Eltern stolz auf mich sein können. In Bukarest kam ich zufällig an, das Schicksal brachte mich hier.”, betont die junge Frau.

Und so konnte Doina ihr Leben in der Hauptstadt Rumäniens aufbauen. Nach der Fakultät wurde sie als Asistent Manager angestellt, aber sie wünscht sich weiter zu entwickeln. „Ich wählte die Kommunikation und die Internationalen Beziehungen aus meiner Liebe zur Geschichte und zur Politik. Ich habe die Masterandkurse noch nicht besucht, weil ich mir jetzt nicht wünsche, Politik zu machen, ich träume von einem Geschäft. Vielleicht werde ich die Masterandkurse nicht im Lizenzbereich besuchen, aber sicher werde ich die Unternehmer- / Managementkurse besuchen”, sagt uns die junge Bessaraberin.

Ihr aktives Leben erlaubt ihr nicht, viel Freizeit zu haben, aber die junge Frau sagt, dass sie sich an diesen Rhythmus gewöhnte und nur so kann sie fühlen, dass sie wirklich lebt. „Ich habe viel Energie und will immer etwas Neues tun. Es gefiel mir immer Vieles zu tun zu haben, seitdem ich der Vorsitzende des Vereins der Bessarabischen Schüler und Studenten von Bukarest war. Ich kann nicht sagen, dass es mir gelingt, Vieles zu tun, weil ich an den Arbeitstagen arbeite und Sport treibe und am Wochenende kümmere ich mich um mich selbst und um die Personen, mit denen ich ansonsten nur telefoniere. Aber wenn ich Zeit habe, gefällt es mir spazierenzugehen, zur Terrasse, ins Kino oder einkaufen zu gehen”, behauptet Doina.

Bukarest ist eine Stadt der Gegensätze.

Wenn sie an die Zukunft denkt, sieht sich die junge Frau nicht in einer anderen Stadt. Für sie ist Bukarest jetzt „zu Hause”. „In fünf Jahren werde ich auch in Bukarest sein. Ich hoffe und tue mein Bestes, um die aktuellen Ziele zu erreichen. Ich wünsche mir eine Familie und ein erfolgreiches Geschäft zu haben. Vielleicht werde ich auch Politik machen, warum nicht. Man kann nicht wissen, wie die Zukunft sein wird”, erklärt Doina.

Die Geschichte von Doina Ciolacu bestätigt, dass Bukarest eine Stadt mit vielen Opportunitäten ist. Die Hauptstadt änderte sich sehr in den letzten Jahren und vor allem diejenigen, die jetzt eine Tür öffnen können und zum Erfüllen ihrer Wünsche  arbeiten, sind sich dieser Änderungen bewusst. Ohne Arbeit und Anstrengung kann man nirgendwo Erfolg haben. Diejenigen, die wissen, was sie im Leben wollen und sich für ihre Träume kämpfen, haben immer Erfolg. Und Bukarest ist eine Stadt, wo man sich die Träume erfüllen kann.

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