Das Parfüm „La Belle Epoque” spürt man heute noch in Bukarest. Wegen der Mischung der architektonischen Stile ist diese Stadt in Europa einzigartig. Der Zeitabschnitt, der in der Geschichte als die „Belle Epoque” bekannt ist, bedeutete für die Hauptstadt Rumäniens vierzig Jahre Frieden, als viele wichtige Änderungen in allen Bereichen vorgenommen wurden.
Wir werden auch in die schöne Epoche von Bukarest zurückkommen, um die damaligen Symbole zu entdecken, die man auch heute bewundern kann.
„La Belle Epoque” Stimmung
Wir beginnen die Reise auf der Siegesstrasse, worüber man behauptet, dass sie die Modernisierung der Stadt am besten zeigt, nachdem sie zur Hauptstadt der Vereinigten Fürstentümer wurde.
Um zu verstehen, was die „La Belle Epoque” Stimmung bedeutet, ist es ausreichend zum Cantacuzino Palast zu gehen, wo es heute das Nationalmuseum „George Enescu” gibt.
Das Gebäude wurde im Zeitraum 1901-1903 auf den Befehl von „Nabab” (Grigore Cantacuzino) gebaut, sie wurde mit weissem und grünem Marmor, mit Onyx und Cordoba- Steinen ausgepolstert. Die inneren Dekorationen (die Lampen, die Kronleuchter, die Buntgläser, usw.) stammen vom Krieger Haus von Paris. Die Bilder wurden von den Künstlern Arthur Verona oder Nicolae Vermont gemalt und die Bildhauerei ist das Kunstwerk von Emil Wilhelm Becker.
Ein anderes Symbol von Bukarest, das mit der „schönen Epoche” verbunden wird, ist das Rumänische Athenäum (es wurde zwischen den Jahren 1886-1888 gebaut).

Ganz in der Nähe befindet sich der Sitz der „Universitätsstiftung Carol I.”, wo heute die Zentrale Universitätsbibliothek „Carol I” funktioniert und im Zeitraum 1891-1893 errichtet wurde. Dieses Gebäude hat den gepräften Stil „Ludovic des XVI.”, wobei die Symmetrie das Nüchternheitsgefühl, aber gleichzeitig die Eleganz übermittelt. Das wird auch vom Luxus betont, wegen der Buntgläser und der Ledermöbelstücke.

Wenn man auf der Strasse C. A. Rosetti bei Nummer 8 fortschreitet, findet man das Museum Theodor Aman. Hier kann man heute noch die Stimmung des damaligen Privatlebens finden. Der Maler Aman hinterliess uns eindeutige Beweise über die Stadt der schönen Epoche. Sein Kunstwerk „fotografiert” bestimmte Ereignisse, die der Künstler erlebte. Zum Beispiel im Kunstwerk „Die Soiree” wird die Party- Stimmung von kleinem Paris geschildert. Dieses Werk von 1878 ist ein echtes Dokument, das über die damaligen Partys des Hochadels spricht. Wichtige Informationen findet man auch in den Werken „Die Soiree” (1874) oder „In der Werkstatt des Künstlers” (1883).

Zu einer Vorstellung, die auf die „ Belle Epoque” verweist, soll unbedingt der CEC Palast gehören oder wie es ursprünglich „getauft” wurde, der Überweisungs-, Einzahlungs- und Einsparungs- Palast.
Dieses Gebäude war das Kunstwerk von Paul Gottereau und es wurde im Zeitraum 1897-1900 gebaut. Es hat viele Elemente, die in Frankreich im XIX. Jahrhundert spezifisch waren. Wegen dem Halbkreis vom Eingang ist dieses Gebäude ganz besonders.
Die Symbole der schönen Zeit von Bukarest begrenzen sich nicht nur auf die Gebäude. Im Universitätsmuseum „Politehnica” von Bukarest fanden wir die Muster, die Zeichnungen und die Arbeitspläne von Aurel Vlaicu.
Im Norden wurde auch ein Haus eingerichtet, das uns an Victor Babeș erinnert, eine wichtige Persönlichkeit der damaligen Zeit. Im Museum, das seinen Namen hat, spürt man seine starke Persönlichkeit in allen ausgestellten Gegenständen.
Die Epoche der Herrschaft von Carol I.
Für Rumänien bedeutet „La Belle Epoque” eigentlich 43 Jahre Herrschaft von Carol I. Die schönen Epoche begann im Jahre 1871, als der Krieg zwischen Frankreich und Prussland endete und es dauerte bis 1914, als der erste Weltkrieg anfing. Während der vier Jahrzehnte gab es ausserordentliche Änderungen im Wissenschafts-, Kunst-, Wirtschaftsbereich. Die Historiker behaupten, dass sie ebenso wichtig wie in der Renaissance waren.
Für die rumänische Gesellschaft ist dieser Zeitabschnitt wichtig, weil es wichtige Änderungen vor allem für die Mittelstufe gab. Die Rumänen, die im Ausland studiert hatten, kamen nach Hause zurück und setzten ihre Kenntnisse um.
Wenn man einen Vergleich mit der künftigen Geschichte macht, kann man sagen, dass „La Belle Epoque” eine Zeit war, in der vor allem der Frieden herrschte.


