Wir erfreuen uns des milden Winters und gehen durch das Wohnviertel, wo die Strassen die Namen der Hauptstädte und der Länder haben, spazieren. Bisher waren der Siegesplatz oder der Fliegerbouulevard der Anhaltspunkt oder der Startpunkt, diesmal wird der Reiseplan ein bisschen verändert sein.
Wir gehen vom Charles de Gaulle Platz aus, der grossflächig ist, ein Kreisel an der Kreuzung grosser Boulevards. Wir werden auf der Dorobanți Strasse spazierengehen, eine der exclusiven Gegenden der Hauptstadt, mit breiten Gehsteigen und Spuren, die von der „grünen Linie” getrennt werden. Wir werden die Gelegenheit haben, die eleganten Gebäude aus dieser Gegend zu bewundern, wovon viele unter Denkmalschutz gestellt wurden. Wir werden der Versuchung, in die Läden mit eindrucksvollen Schaufenstern einzutreten oder ein warmes Getränk in einem Cafe auf der Dorobanți Strasse zu geniessen, widerstehen und nach Rom fahren.
Auf unserer Reise werden wir die Gelegenheit haben, dem Gebäude des Rumänischen Fernsehens gegenüber, ein Werk des Bildhauers Mihai Buculei: die Statue von Simon Bolivar zu bewundern.
Nach Roma

Vom Rumänischen Fernsehen kommen wir gleich zum Dorobanți Platz an, wo ein Park, der dem Bildhauer Constantin Brâncuși gewidmet wurde, vor den Touristen in einem Halbkreis steht.
Von diesem kleinen Park lösen sich die Strassen Andrei Mureșanu, Sofia, Paris und… Rom.
Ein Ende der Rom Strasse befindet sich im Dorobanți Platz, wo es sich mit den Haag, Washington, Bern, Oslo und Tokio Strassen kreuzt und das andere kreuzt sich mit dem Iancu de Hunedoara Boulevard, an der Kreuzung mit der Bastillefall Strasse. Die Bastillefall Strasse führt eigentlich zum Römischen Platz. So wird die Verbindung zwischen zwei wichtigen Anhaltspunkten der Stadt hergestellt.
Wir bleiben auf der Rom Strasse stehen, es scheint, dass dieser Ort zu einer geheimnisvollen und romantischen Welt gehört. Trotz des Winters und der entblössten Bäume, ist die Rom Strasse mit ihren Gebäuden, wovon viele unter Denkmalschutz gestellt wurden, eindrucksvoll. Die Häuser sind elegant, mit reicher Vegetation und mit hohen Bäumen, die im Sommer mit ihren Kronen ein Dach bilden.
Wir entdecken Horia Creangă, Tiberiu Niga und Ion D. Berindey

Am Eingang von der Rom Strasse sieht man ein festes Gebäude mit drei Stockwerken, das in der Zeitspanne 1935-1936 gebaut wurde. Dieses beeindruckende Gebäude heisst „das Nedioglu Gebäude” und es wurde nach den Plänen des Architekten Horia Creangă entworfen.
Mit diesem Gebäude haben wir die Gelegenheit den echten Stil eines der wichtigsten Architekten Rumäniens zu sehen. Horia Creangă wird der Modernismusvermittler in der rumänischen Architektur betrachtet. Als Gründer einer Schule, schlägt Creangă einen ausgewogenen Modernismus vor, der die herkömmlichen Lösungen aus der Architektur verwertet und anpasst, wobei man die einfachen Formen, die er bei seinen Gebäuden benutzt, auch in der alten rumänischen Volkskunst finden kann.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich das Gebäude einer Schule und der Zaun zwischen dem Hof und dem Sportplatz deckt die paarige Strassenseite.
Das Gebäude von Nummer 48, das auch unter Denkmalschutz gestellt wurde, wird ausgebaut. Im Sommer kann man hier sicher ein elegantes Haus mit Artdeko- Elementen bewurdern.
Die geheimnisvolle Stimmung, die auf der Rom Strasse herrscht, wird von der Architekturmischung (vorwiegend neorumänisch, abgewechselt mit dem neoklassischen und mit dem mediterranen), sowie von den Strassenabzweigungen betont. Bei Nummer 41, 43-45 und 47 bilden die neurumänischen Gebäude kleine Reihenhäuser, wie die Plätzchen, um den Zugang zu anderen Häusern mit den verdoppelten Nummern zu ermöglichen. Wenn man auf der Rom Strasse fortschreitet, entdeckt man bei Nummer 17 den Rom Eingang, eine kleine Strasse mit ein paar Gebäuden im mediterranen Stil.
Rom ist eine Strasse mit vielen Gebäuden, die von bekannten Architekten entworfen wurden und ein Spaziergang in diese Gegend ist ein Vorrecht für den Touristen, der daran interessiert ist.

Bei Nummer 35 bewundern wir ein schönes Villa, im neorumänischen Stil, deren Fenster mit dem Rohbaubogen eingerahmt sind. Das Gebäude wurde vom Architekten Tiberiu Niga entworfen, ein anderer wichtiger Vertreter der modernisten Architektur, der, unter anderem, auch die Gebäude vom Palastplatz entworfen hat. Dieses Villa und das Nachbarhaus von Nummer 37 wurden unter Denkmalschutz gestellt. Die Gebäude von Nummer 28, 22, 20, 15, 14, 7 wurden auch unter Denkmalschutz gestellt.
Bei Nummer 14 befindet sich ein neorumänisches Villa, das im Jahre 1923 vom Architekten Ion D. Berindey entworfen wurde.
Dieser bekannte Architekt hat auch den Gheorghe Grigore Cantacuzino Palast (heute das George Enescu Museum) auf der Siegesstrasse, das George G. Assan Haus (heute das Wissenschaftlerhaus) vom Lahovary Platz entworfen.

Das Gebäude von Nummer 7 ist den Bukarestern sehr gut bekannt, denn hier war einst der Sitz des Finanzamtes. Auf dem Frontispiz steht diese Bezeichnung nocht.
Wir sollen aber Rom hinter uns lassen und eine andere Traumstrasse mit dem Namen einer Hauptstadt suchen.


