Der Tourist unter den Relikten rastet im Paradies des ländlichen Lebens

Der Tourist unter den Relikten wählte, uns heute ins Paradies des ländlichen Lebens zu führen, wo die Pracht des rumänischen Dorfs vorgestellt wird. Wir gehen zum Nationalen Dorfmuseum „Dimitrie Gusti” von Bukarest, wo die Tradition dieses Volks ausgezeichnet hervorgehoben wird.

Über 500.000 Besucher kommen jedes Jahr zum Dorfmuseum.

Das Museum hat eine Fläche von 14 ha und das Bauwerk, das eine Synthese des Lebens des rumänischen Dorfs darstellt, umfasst 143 Gebäude und 392 Denkmäler.

Das Dorfmuseum schildert das Leben der ländlichen Gemeinschaften.

Im Dorfmuseum befinden sich über 60.000 Gegenstände der Kulturerbe und über 50.000 Archivdokumente. Alle diesen Elemente bilden die wichtigste Monografie des ländlichen Lebens aus unserem Land.

Das Paradies des ländlichen Lebens

Wenn der Frühling kommt, spürt man auf den Alleen des Dorfmuseums den Duft der aufgeblühten Bäume. Ein Besuch in dieses Museum ist die beste Option, sich vom Getümmel der Stadt zu entfernen und zum „wunderbaren Hain”, so wie es nur in den Geschichten von Lizuca beschrieben wird, zu gehen.

Das Museum umfasst 143 Gebäude und 392 Denkmäler.

Wenn Sie diesen Platz besuchen möchten, wäre es gut, frühmorgens zu beginnen, denn sonst werden Sie keine Zeit haben, die „Wunder”, die dieses Museum dem Publikum zur Verfügung stellt, zu sehen..

Der Tourist unter den Relikten besuchte das Museum am frühen Morgen und begann das Abenteuer im Paradies des ländlichen Lebens.

Die erstaunliche Welt des rumänischen Dorfs

Die Dragomiresti-Kirche wurde 1722 erbaut.

Der Tourist unter den Relikten verirrte sich auf den Alleen dieses Freilichtmuseums und zuerst hielt er vor einem besonderen Bauwerk an. Es geht um die Kirche Dragomirești vom Kreis Maramureș, die vom Professor Dimitrie Gusti im Jahre 1936 ins Museum verlegt wurde.

Die Kultstätte stammt vom Jahr 1722, als sie anstelle einer anderen Kirche, welche die Tataren im Jahre 1717 verbrannten, errichtet wurde. Diese Kirche ist nicht wie die anderen, die der Christ auf seinen Pilgerfahrten sieht. Das Bauwerk von Dragomirești entspricht der Architektur von Maramuresch, mit Balken aus Fichtenholz. Die Technik, die zum Errichten benutzt wurde, ist dem Vorgang ähnlich, den die Meister von Maramuresch für ihre Häuser verwenden.

Die Kirche hat eine offene Veranda, die auf den Holzsäulen stützt, ein Dach mit „Doppelschoss”, das den Nordkarpaten spezifisch ist.

Es scheint, dass die Kultstätte sich dem Himmel zuwendet und von der Höhe von 35 m prägt sie die ganze Gegend.

Die Räume, die mit den Volksmotiven verziert wurde, sind auch besonders schön. Man kann viele Bilder, welche die Bruchstücke des Volksglaubens schildern, bewundern.

Das Haus von Berbești widerspiegelt die Architektur, die in Maramuresch typisch ist.

Weil wir die Architektur, die Maramuresch spezifisch ist, erwähnten, geht der Tourist unter den Relikten weiter und hält vor einem Haus vom Dorf Berbești auf dem Maras Tal an.

Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1775 und es umfasst das Wohnhaus, aber auch eine Reihe von Nebenräumen (den Stall mit der Scheune, das Heim der Schäfe, der Maiskorb).

Das Haus von Berbești wurde im Jahre 1962 zum Dorfmuseum gebracht, als es vollständig ausgebaut wurde.

Dieses Bauwerk ist für die materielle und geistige Kultur von Maramuresch repräsentativ. Es ist so wichtig auch wegen der Unterschrift vom Hausbalken: „Pașco von Sălaje”.

Der Besucher, der dieses Haus entdeckt, erfährt wichtige Informationen nicht nur über die Art und Weise, wie die Häuser in Maramuresch gebaut wurden, sondern auch über das Leben der Einwohner.

Die Wohnung besteht aus drei Zimmern: dem Schlafzimmer, der Veranda und dem Keller. Alle diesen Räume sind an der Veranda entlang aufgestellt. Die Veranda stützt auf den Holzsäulen, die durch die Arkaden miteinander verbunden sind. Eigentlich wurde das ganze Gebäude aus Eichenholz errichtet. Das Wohnzimmer wurde so aufgeteilt, dass es grossflächig scheint. Die Möbelstücke sind einfach und funktional: ein Bett auf einer Seite und die Kisten. Ein Tisch, der von den Stühlen umgeben wird, befinden sich in der Mitte. Der Herd ist sehr wichtig, der auch einen Backofen hat. Die Kinder oder die Alten können sich im Winter neben dem Ofen erholen.

Wir bleiben in dieser Gegend, um ein Haus vom Dorf Șurdești aus der Provinz Lăpuș zu entdecken. Das Bauwerk vom XVIII. Jahrhundert wurde zum Dorfmuseum im Jahre 1967 gebracht.

Wie das Haus von Berbești, bietet uns dieses Bauwerk viele Informationen über die Einwohner an. Offensichtlich geht es um eine Bauernfamilie mit einem bestimmten Status, wenn man die Scheune, den Getreidekeller, den Stall und die Obstanlage betrachtet.

Die Kirche von Răpciuni schildert das religiöse Leben, aber auch die wichtigen Ereignisse der Gemeinschaft.

Wir gehen zum Dorf Răpciuni vom Kreis Neamț weiter. Hier gibt es eine Kirche, die aus dem Jahr 1773 stammt und sich heute im Dorfmuseum befindet. Die Kultstätte wurde im Jahre 1968 nach Bukarest gebracht und es wurde vom möglichen Abriss im Zusammenhang mit der Errichtung des Wasserkraftwerks Bicaz gerettet.

Die Kirche Răpciuni wurde in der Zeit des Woiwoden Grigore Ghica gebaut und das Baujahr wurde im Holz mit kyrillischen Buchstaben gefalzt.

Die Kultstätte bietet uns Informationen über das religiöse Leben und wichtige Angaben über die Ereignisse von Răpciuni an. Auf der Veranda werden mit kyrillischen Buchstaben die Angaben über die schweren Winter und die trockenen Sommer, aber auch über die Heuschreckenplage vom 1847 gefalzt.

Ein typisches Haus aus den Grenzerdörfern.

Das Leben der Einwohner vom Tal des Grossen Somesch wird vom Haus von Șanț, Bistrița – Năsăud am besten geschildert. Es ist ein typisches Haus der Grenzerdörfer, mit der Veranda in der Mitte, flankiert von zwei grossen Zimmern, einem Wohnzimmer und einem Gästezimmer. Im ersten Zimmer sind die Möbelstücke nur das Bett, der Tisch, die Kiste und der Geschirrschrank. Im zweiten Zimmer gibt es zwei symmetrische Betten, einen Tisch in der Mitte, die Geschirrschränke, die Mitgiftruge und gemalte Kleiderhaken. Die Farbe, die überall herrscht, ist rot.

Der Innenbereich des Hauses vom Dorf Șanț.

Das Haus wurde im Jahre 1896 auf einem hohen Steinsockel mit der Veranda auf drei Seiten gebaut und zum Dorfmuseum im Jahre 1936 gebracht.

Wir gehen zum Haus von Greis Văsâi von Ion Cobuţ aus dem Dorf Moişeni, Kreis Satu Mare weiter. Gheorghe Focşa, der Direktor des Dorfmuseums im Zeitraum 1948 – 1978 verlegte im Jahre 1936 dieses Haus nach Bukarest.

Von Anfang an beeindruckt das Haus von Greis Vasâi durch das besondere Eingangstor. Im Hof gibt es neben dem Wohnhaus eine Reihe von Nebenräumen: einen Keller, einen Stall, einen Hühnerstall und in der Ecke ein hohes Kreuz mit hervorgehobenen Ornamenten.

Das Haus von Greis Văsâi von Ion Cobuţ aus dem Dorf Moişeni.

Im Unterschied zu anderen Häusern im ländlichen Umfeld, die nur aus Holz gebaut wurden, wurde das Haus von Moișeni auf einem Fundament aus grossen Steinen und Ziegeln errichtet.

Am Eingang sieht man eine grosse Eichentür, mit einem heimlichen Holzschloss.  Die Gegenstände verweisen auf die Vergangenheit und erinnern uns an das einfache Leben auf dem Land.

Über das Leben der Bauern vom Kreis Alba kann man Informationen erfahren, wenn man das Architekturkomplex Sălciua de Jos besucht. Das Haus hat auch einen Keller, es wurde im Jahre 1815 gebaut und zum Dorfmuseum im Jahre 1936 gebracht. Es wurde aus Tannenholz gebaut und das Fundament ist aus Stein.

Die Häuser von Sălciua de Jos haben ein hohes Dach.

Bei diesem Haus fällt das Verhältnis der Wände zum Dach auf. Wegen dem Klima aus dieser Gegend sollten die Meister eine Lösung finden, damit das Haus vor den Niederschlägen geschützt wird. Deswegen hat das Dach eine eindrucksvolle Grösse, es ist dreimal grösser im Vergleich zu den Wänden.

Wir gehen nach Suceava weiter, um ein Haus aus der Gegend Câmpulung Moldovenesc zu bewundern. Hier kann man entdecken, wie man in den Gebirgsstädten von Bucovina lebte. Das Haus stammt aus dem Jahr 1901 und es fällt durch das komplexe Erwärmungs- und Zubereitungssystem der Speisen auf.

Das Leben der Lipowaner wird vom Haus aus der Gemeinde Jurilovca, Tulcea geschildert. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1898 und wurde im Jahre 1963 zum Museum verlegt.

Im Unterschied zu den Häusern, die wir bisher beschrieben, hat das Haus von Jurilovca zehn Zimmer. Der Teil, der dem Wohnhaus entspricht, umfasst fünf Zimmer: zwei Veranden, zwei Wohnzimmer – davon ein Gästezimmer – und eine Küche und alle sind miteinander verbunden. Das Dach ist aus Rohr.

Diese sind nur ein paar der Schätze vom Dorfmuseum. Wenn Sie sehen möchten, wie man damals lebte und das Leben aus den rumänischen Dörfern entdecken wollen, sollen Sie dieses Museum, das weltweit einzigartig ist, besuchen.

Autor: Ștefania Enache
Foto: Corina Gheorghe

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