Milanka Noveska: „Bukarest ist eine Stadt, wo ein junger Künstler seine Träume erfüllen kann”

Die Studentenwelt von Bukarest ist wie ein Gewimmel und die Hochschule zogen viele Jugendlichen aus dem Ausland an, die sich entschieden, in unser Land zu kommen, um das Masterat oder das Dokorat zu besuchen. Die Anzahl der ausländischen Studenten, aber auch die Art und Weise, wie sie das Land, das sie während der Studien adoptierte, nachträglich fördern, stellt eine Bestätigung der Tatsache dar, dass die Universitäten von uns sich unter den internationalen integrierten.

Ich lernte Milanka Noveska zufällig kennen. Sie kam in die Huaptstadt Rumäniens und ist Studentin bei der Nationalen Musikuniversität von Bukarest. Sie bereitet sich für eine Karrierre auf den wichtigen Bühnen der Welt vor und ihre Ergebnisse zeigen ihre Begabung.

Milanka Noveska will die Studien in Rumänien fortsetzen.

Sie ist in Ohrid, Mazedonien geboren und entdeckte ihre Liebe zur Musik von klein auf. Es gefiel ihr immer zu singen. Nach dem Ende der Studien in der Heimatstadt, wählte Milanka das Musiklyzeum von Skopje.

Sie kam nach Bukarest, um ihre Studien fortzusetzen und wählte die Hochschule aus unserem Land nicht zufällig. „Die Nationale Musikuniversität von Bukarest wird auch auf internationaler Ebene geschätzt. Aufgrund zahlreicher Empfehlungen für diese Hochschule, entschied ich mich zu kommen”, erzählt die junge Frau.

Die Musik ist nicht ihre einzige Liebe. Als eine zarte Person, die sich in die verschiedenen Rollen der wichtigen Komponisten umsetzt, hätte man damit nicht gerechnet, dass sie auch die Kampfkunstkurse besucht. Milanka trainiert sich gründlich und treibt vor allem den Shotokan Stil. Gehen wir aber zur Musik, ihrer grossen Liebe, zurück.

Tradition im Kunstbereich

Als sie in Bukarest ankam, entdeckte Milanka Noveska ein Land mit Tradition im kulturellen Bereich, wo die klassische Musik besonders geliebt wird. „ Bukarest ist eine Stadt, wo ein junger Künstler seine Träume erfüllen kann. Es ist eine Stadt mit vielen Kunstprojekten. Ein Künstler kann sich in einer Gemeinschaft, die seine Arbeit schätzt, nicht fremd fühlen. Ich fühlte mich niemals fremd. Ich wurde immer richtig behandelt, nur meine Leistungen wurden berücksichtigt, nicht die Staatsangehörigkeit oder mein Land. Genau deswegen entschied ich mich hier zu bleiben und das Masterat zu machen”, behauptet die Sängerin.

Eine laute, aber grossartige Stadt

Als sie zum ersten Mal nach Bukarest kam, fand sie die Stadt laut, aber gleichzeitig grossartig. Milanka findet diese Stadt ideal für diejenigen, die sich für die Echtheit interessieren. Das sieht man in der Mischung. „Die Umwelt mag ich sehr. Ich liebe die Natur aus den Parks. Die Speisen aus verschiedenen Restaurants schmecken mir gut. Ich liebe die Freiheit von hier. Es gefällt mir die Entwicklung, worauf ich mich verlassen konnte. Am besten gefällt mir die Beziehung zu den Menschen, die ich liebe, die zu meiner Familie in diesem Land, das mich adoptierte, wurden”, unterstreicht die junge Studentin.

Die junge Studentin entspannt sich in den Parks von Bukarest.

Es gibt viele Plätze in Bukarest, die sie mag. Ein solcher Platz ist die Nationale Musikuniversität von Bukarest, wo sie sich für ihre erfolgreiche Karrierre vorbereitet. Das Wohnheim der Hochschule mag sie auch, weil die Vielfältigkeit hier herrscht und die Menschen eine schöne Gemeinschaft hier bildeten.

Wenn sie sich entspannen will, geht sie in den Cișmigiu Park spazieren oder sie bewundert den See vom Herăstrău Park.

Der See vom Herăstrău Park gehört zu ihren Lieblingsorten.

Sie liebt die „Bühne” von Bukarest besonders. Dadurch meint sie alle Plätze, wo es ihr erlaubt wurde, ihre Kunst vorzustellen und sie singen konnte.

Milanka sprach auch über die Nationaloper von Bukarest, wo sie in einem Projekt für die begabten Jugendlichen involviert wurde. „Es war eine wichtige Erfahrung und gleichzeitig ein Vergnügen für mich”, betont die Sängerin.

Sie gehörte auch zum Akademischen Radiochor in verschiedenen Projekten und dadurch entdeckte sie das qualifizierte Personal und die ausserordentliche Stimmung.

Ein Platz, den ich besonders mag, ist die Drollige Kinderoper, wo man wie in einer Familie arbeitet. So sollte das Theater funktionieren. Ich bin dankbar, dass ich zu den Projekten dieser Institution gehörte. Meine letzte Rolle war Tisbe, die Schwester von Aschenputtel, in der Aufführung la Cenerentola von Gioachino Rossini”, erzählt die junge Frau von Mazedonien.

Ich bat sie, uns zu sagen, was man tun sollte, damit Bukarest im Ausland besser hervorgehoben wird und sie antwortete, dass die Stadt in den Medien mehr gefördert werden sollte, so dass mehrere Menschen über die schönen Plätze von Bukarest erfahren. 

Eine Universität mit einer Tradition von 156 Jahren

Aus dem Gespräch mit Milanka Noveska, aber auch mit anderen Stundenten und Künstlern, die ich im Rahmen dieses Programms vorstellte, konnte ich Vieles über die Hochschule aus der Hauptstadt Rumäniens erfahren, die eine lange Tradition hat: die Nationale Musikuniversität von Bukarest.

Die Universität mit einem vollkommenen Gleichgewicht von Alt und Neu bildete viele Generationen von Künstlern aus, die von den Zuschauern aus der ganzen Welt bewundert werden.

Die Bukarester Institution wurde im Jahre 1863 gegründet, als ein Gesetz des Ministerrates, geleitet vom Herrscher Alexandru Ioan Cuza, erlassen wurde. Ein Jahr später wurde die Institution gegründet und am 6. Oktober 1864 begann die Tätigkeit unter der Leitung des Komponisten Alexandru Flechtenmacher.

Man ging davon aus, dass die Institution zwei Kunstschulen mit den Zweigstellen in Bukarest und Iasi hat. Man sollte eine kulturelle Brücke zwischen den zwei Städten bauen.

Die erste Bezeichnung von dieser Institution war das Musik- und Deklamationskonservatorium und es bestand aus dem „Musikinstitut” und der „Schule für die Instrumentalmusik”.

Es war der Anfang einer Tradition, das Konservatorium, das der Komponist Alexandru Flechtenmacher leitete, wurde schnell zu einer europäischen Institution, wo die Persönlichkeiten der nationalen und internationalen Musik ausgebildet wurden.

Der Name von Alexandru Flechtenmacher wird nicht nur mit der ersten Phase der Entwicklung von dieser Institution verbunden. Der Musiker ist auch als der Autor der ersten rumänischen Operette bekannt. Es geht um „Baba Hârca”. Der Text wurde von Matei Millo geschrieben, der im Travesty die Hauptrolle bei der Erstaufführung vom Dezember 1848 in Iași spielte. Alexandru Flechtenmacher ist auch der Musikautor vom „Tanz der Einheit”, nach den Versen von Vasile Alecsandri.

Die Tatsache, dass er zum Leiter dieser Institution ernannt wurde, beweist, dass er geschätzt wurde und die Bedeutung vom Musik- und Deklamationskonservatorium wird hervorgehoben.

Die Schule war in der Musik- und Instrumentalausbildung spezialisiert, mit Geigen-, Solfegium-, Kirchenchor-, Gesang- und Klavierstunden.

Das Konservatorium entwickelte sich allmählich. Im Jahre 1900 wurde die erste Kammermusikstunde einbezogen und im Jahre 1905 die erste Komponierenstude, unter der Leitung des Meisters Alfonso Castaldi.

Die Nationale Musikuniversität von Bukarest involviert ihre Studenten in sehr vielen Projekten.

Ein anderer wichtiger Zeitpunkt in ihrer Geschichte ist die Verwandlung der Institution vom 17. Juli 1931, auf die Königliche Akademie für Musik und Theater. Damals war auch George Enescu als Ehrenlehrer hier tätig und sehr viele Stundenten hatten die Chance, dieses Genie kennenzulernen.

Die Institution verwandelte sich weiter und änderte ihre Bezeichnung. Während der kommunistischen Zeit wurde sie als das „Konservatorium Ciprian Porumbescu” bekannt und im Zeitraum 1990-1998 hatte sie den Namen „Die Musikakademie von Bukaret”. Nach 1998 wurde sie zur Musikuniversität von Bukarest und ab 2001 wurde es durch einen Regierungsbeschluss bestimmt, dass sie die Nationale Musikuniversität von Bukarest heissen wird.

Autor: Ștefania Enache
Foto: Corina Gheorghe

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