Mustafa Faisal, der Student, für den Bukarest Frieden bedeutet

In seinem Leben reiste Mustafa Faisal viel. Seine Familie suchte jahrelang einen Anlaufpunkt, um sich vor dem Krieg zu schützen. Der junge Student ist in der Stadt Fallujah in Irak geboren und jetzt, wenn er 26 Jahre alt ist, glaubt er, endlich einen Platz gefunden zu haben, wo er ruhig leben kann. Nach dem Abschluss des Masterats bei der Akademie für Wirtschaftliche Studien möchte er endgültig in Bukarest bleiben.

Die Geschichte von Mustafa wiederholt sich für hundert oder vielleicht tausend Fälle und zeigt eigentlich das Drama der Menschen, die Pech hatten, in einer Konfliktgegend wie Irak geboren zu sein.

Der Junge gehört zu einer grossen Familie, er hat noch zwei Brüder und zwei Schwestern. Zusammen mit ihnen und mit seinen Eltern wurde er von klein auf ausgewiesen. „Im Jahre 2006, wegen der Unsicherheit, die in Irak herrschte, entschied unser Vater, dass wir unsere Stadt verlassen und nach Syrien fahren. Ich ging dort zur Schule. Drei Jahre später wollten wir nach Irak zurückfahren, aber die Situation aus unserem Land verschlimmerte sich wieder. Unser Vater entschied, dass es besser für unsere Familie ist, nach Jordanien zu fahren. Wir blieben in Jordanien bis 2015 und als ich die Studien bei der Hochschule anfangen sollte, wählte ich eine Institution aus Europa”, erzählt Mustafa.

Mustafa Faisal fühlt sich in Bukarest wie zu Hausen.

Er kam nach Rumänien dank einem Freund, der hier lebte. Ursprünglich kam er nicht nach Bukarest, zuerst blieb er in Pitești, wo er die Vorbereitungskurse für die rumänische Sprache ein Jahr lang besuchte. „Ich suchte Informationen auf Internet über die europäischen Universitäten. Ich fragte alle, die in verschiedenen Ländern auf dem Kontinent waren. Zum Glück wohnte ein Freund von mir, Abdullah, in Rumänien. Er überzeugte mich, dass mein Platz hier ist”, erklärt Mustafa.

Bevor er zur Universität von Pitești ging, studierte er die rumänische Sprache individuell. Er lernte schnell, so dass das Verfahren, nach Rumänien zu kommen, nicht kompliziert war und er erhielt das Visum für die Studien.

Die Zeit, die er in der Stadt Pitești vebrachte, war nützlich, denn danach konnte er sich an das Leben aus unserem Land anpassen. Er lernte viele Menschen kennen, die ihn unterstützten. Manche sind Rumänen, andere kamen aus dem Ausland, um in Rumänien zu studieren.

Für Mustafa ist unser Land nicht nur der Ort, wo er studiert. Die Fahrt nach Rumänien half ihm aus mehreren Gesichtspunkten. Während des Gesprächs teilte er mir mit, dass er hier die Liebe fand und mit einem Mädchen aus Brasilien verlobt ist, das auch in Rumänien studiert.

Eine Stadt mit wichtigen Sehenswürdigkeiten

Nach den Vorbereitungskursen für die rumänische Sprache schrieb er sich bei der Akademie für die Wirtschaftliche Studien von Bukarest ein. In der Zwischenzeit wurde ihm die Lizenz für die internationalen wirtschaftlichen Verhältnisse gewährt und jetzt ist er Student im Rahmen des Masterats bei derselben Hochschule.

Das Leben von Mustafa ist jetzt sinnvoll und es ähnelt dem Leben aller Einwohner aus der Hauptstadt Rumäniens. Der junge Mann studiert, aber er arbeitet auch, um sich zu unterhalten. Seit über zwei Jahren arbeitet er in einem Geschäft für Juwelen und Edelsteine.

Er passte sich schnell an diese Umgebung an. Er sagt, dass er sich niemals fremd in Bukarest fühlte. Eigentlich bedeutet die Hauptstadt Rumäniens für Mustafa zu Hause zu sein, weil er die Ruhe hier fand. Bukarest bedeutet für den jungen Mann Frieden und keine Angst vor dem Krieg.

Immer wenn er die Gelegenheit hat, lobt Mustafa die Stadt, die ihn adoptierte.

Mustafa liebt Bukarest so, dass er die Stadt immer lobt. „Ich mag Bukarest, weil es hier viele Sehenswürdigkeiten gibt. Ich empfehle denen, die nach Rumänien kommen, den Parlamentspalast zu besuchen. In Bukarest gibt es auch sehr viele Museen. Ich besuchte das Nationalmuseum des Rumänischen Bauern, das Nationale Kunstmuseum Rumäniens und das Nationalmuseum für die Geschichte Rumäniens. Man kann in Bukarest mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren, mit den Bussen, Strassenbahnen und mit der U-Bahn. Man kann ein Auto mieten. Für den Touristen, der die Stadt besucht, ist es nicht schwer, ein Restaurant zu finden. Es gibt sehr viele Restaurants in dieser Stadt. Manche bieten rumänische herkömmliche Speisen, in anderen kann man internationale Speisen geniessen. Es gibt auch viele Fast-Foods, viele Einkaufszentren und viele Parks, aber auch viele Läden, wo man Andenken kaufen kann. Infolge der wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren und der steigenden Anzahl von Touristen verbesserte sich auch die Unterkunft in Bukarest. Es gibt Hotels, Pensionen, aber auch Wohnungen, die man kurzfristig mieten kann”, behauptet Mustafa.

Weil die Hauptstadt Rumäniens so viele Möglichkeiten anbietet, will der Junge nach dem Abschluss des Masterats einen Job im Bereich, in dem er studierte, finden. „Ich will hier leben, weil ich mich daran gewöhnte und es gefällt mir sehr”, schlussfolgert Mustafa Faisal.

Autor: Ștefania Enache
Foto: Corina Gheorghe

Mai multe articole

Știrile zilei