Dimitris Michas, der griechische Medizinstudent, verliebt in Bukarest

In einem der kleinen Restaurants in der Nähe der alten Innenstadt der Hauptstadt freut sich eine Studentengruppe auf die letzten Ferientage. Sie sind alle Kollegen bei der Fakultät. Sie sitzen am Tisch und erzählen lustig die Sommerereignisse. Unter ihnen ist auch ein junger Mann aus Griechenland. Dimitris Michas kam letztes Jahr nach Bukarest, um bei der Medizin- und Apothekeuniversität “Carol Davila” zu studieren. Von Anfang an integrierte er sich leicht und jetzt verbringt er die Freizeit mit seinen Freunden von Rumänien.

Er ist in Bukarest verliebt und es gefällt ihm sehr über diese Stadt zu sprechen, die ihn fasziniert und während der Studienzeit sein Heim war.

Dimitris Michas studiert bei U.M.F. Carol Davila

Man kann sagen, dass sein Schicksal unmittelbar mit unserem Land verbunden ist, den seine Mutter ist hier geboren. “Meine Mutter ist aus Rumänien und bei uns zu Hause hat man viel über die Geschichte Rumäniens gesprochen. Als ich klein war, konnte ich in den Büchern und Filmen die Schönheit dieses Landes bewundern. Ausserdem hat meine Mutter darauf bestanden, dass sowohl ich, als auch mein Bruder, der jetzt 16 Jahre alt ist, Rumänisch lernen. Es ist wahr, ich kann Rumänisch nicht sehr gut, aber ich komme schon zurecht”, erzählt der junge Grieche.

Die Eltern verwiesen ihn nach Bukarest

In der Familie von Dimitris, ist die Medizin eine Tradition. Sein Vater ist Zahnarzt und seine Mutter ist Psychiater. Beide studierten auch in Rumänien und sie sind Absolventen der  Medizin- und Apothekeuniversität “Carol Davila” von Bukarest. Sie haben sich hier kennengelernt, sie verliebten sich und gründeten eine Familie. Die Mutter von Dimitris arbeitete eine Weile beim Lehrstuhl dieser Hochschule von Bukarest.

Die Erfahrung seiner Eltern war für die Entscheidung von Dimitris massgebend, dass er auch bei einer Hochschule in der Hauptstadt von Rumänien studiert. “Die Medizinschule von Bukarest ist in allen europäischen Ländern sehr bekannt. Bei uns in Griechenland wird es hochgeschätzt. Meine Eltern studierten hier und daduch konnten sie eine erfolgreiche Karriere haben. Și Ich wünsche mir auch eine solche Laufbahn, so dass ich wählte, nach Bukarest zu kommen, um hier zu studieren und einen guten Start zu haben. Für meine Entscheidung war es wichtig, dass meine Mutter bei der Universität, wo ich heute studiere, lehrte. Sie erklärte mir die Vorteile von dieser Hochschule und wie wichtig in Europa ein Diplom von der  Medizin- und Apothekeuniversität “Carol Davila” von Bukarest ist. Es ist eine ernste Medizinschule und ein Student muss viel arbeiten, um die Studien abzuschliessen”, sagt der junge Student.

Der vollkommene Bestimmungsort für die Ausländer, die studieren wollen

In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Ausländer, die nach Bukarest kamen, um hier zu studieren. Die Querulanten haben es bestimmt eilig zu sagen, dass diese Tatsache darauf zurückzuführen ist, dass die Schulgebühren hier geringer sind. Vielleicht sind sie geringer im Vergleich zu anderen Ländern, es gibt aber auch einen anderen Vorteil der Hochschulen von Rumänien: die Ausbildungsebene. Es ist kein Geheimnis mehr, dass die Medizinschule von uns weltweit anerkannt ist, weil diese Hochschule eine sehr gute Ausbildung sichert.

Daher sagt Dimitris über Bukarest, dass diese Stadt ein freundliches Universitärzentrum und der vollkommene Bestimmungsort für die Ausländer, die studieren wollen, ist.

Die Hochschulen sind sehr gut ausgestattet. Mindestens bei der Zahnhochschule, wo ich Student bin, ist die Ausstattung sehr gut. Auch wenn die Lehrer anspruchsvoll sind, sind sie immer bereit, den Studenten zu helfen, damit sie ihren Weg finden. Der Student, der Bukarest wählt, sollte wissen, dass er hier nicht nur gute Hochschulen finden kann. Hier findet der Student auch andere Mittel, die ihm helfen können, sich zu entwickeln. Und ich denke an die Museen, Theater. Zum Beispiel die Bibliothek von U.M.F. “Carol Davila” ist ein Platz, wo ich lange Zeit anwesend bin. In den Pausen zwischen den Kursen bleibe ich im Lesesaal, um bestimmte Arbeiten zu dokumentieren oder um zu studieren. In Bukarest gibt es auch sehr viele Entspannungsmöglichkeiten, man kann Musik hören oder einen Film ansehen. Ich mag Bukarest, nicht nur wegen der Hochschulen, sondern auch weil es eine Stadt ist, wo ich mich nicht wie ein Ausländer fühle”, betont Dimitris.

Er liebt Cișmigiu und mag die alte Innenstadt sehr

Auch wenn er sehr weit von Griechenland ist, fühlt sich der Junge niemals allein. Er hat eine Gruppe von Freunden, alle sind Rumänen und in der Freizeit sind sie zusammen. Sie sind Kollegen bei der Fakultät. Sie adoptierten ihn und integrierten ihn in ihren Familien, wo er sich wie zu Hause fühlt. Sie waren diejenigen, die ihm Bukarest zeigten und die Geschichte dieser Stadt erzählten. Wenn sie keine Kurse bei der Fakultät haben, geht er mit den Freunden in die alte Innenstadt oder in einen Park der Hauptstadt spazieren.

Die Quelle Sissi Stefanidi, die berühmte Statue vom Park Cișmigiu, die Dimitris beeindruckte

Manchmal gehe ich auch allein, weil es mir gefällt, durch die kleinen Parks spazierenzugehen. Das mag ich besonders in Bukarest, man kann viele grüne Plätze finden, um sich zu entspannen. Ich liebe Cișmigiu, es ist mein Lieblingspark. Wenn ich Ruhe haben will, gehe ich in Cișmigiu und setze mich auf eine Bank. Ich gehe niemals leer aus, weil ich die Tauben ernähren soll. In Cișmigiu beeindruckte mich sehr eine Statue mit einer Frau (die Quelle Sissi Stefanidi). Die Kollegen sagten mir, dass dieses Denkmal mit der traurigen Geschichte einer Familie, die ihr Kind verlor, verbunden ist. In Cișmigiu gefällt es mir auch, dass es ein schattiger Platz ist, mit vielen Alleen, wo man spazieren kann und mit vielen alten Bäumen”, erklärt Dimitris.

Der griechische Stundent liebt auch die alte Innenstadt, wo er immer anwesend ist, wenn er die Gelegenheit hat. Die alten Gebäude von dieser Gegend und die Unterhaltungsplätze faszinieren ihn. „Es gefällt mir, dass hier in der alten Innenstadt von Bukarest, die ganze Welt in einem einzigen Platz zu finden ist. Es gibt sehr viele Restaurants, man hat die Möglichkeit, die Küche von vielen Ländern zu probieren. Am Abend kann man am Tisch mit den Freunden sitzen oder in eine Bar gehen. Tagsüber kann man hier spazieren und die alten Gebäude mit einer sehr interessanten Architektur entdecken. Ich bin der Meinung, kein Ausländer, der nach Bukarest kommt, darf die alte Innenstadt verpassen. Hier kann man alles finden: Geschichte, gutes Essen, Unterhaltung, Geschäfte, wo man verschiedenes einkaufen kann”, behauptet der Junge.

Als er in Bukarest ein Jahr lang war, entdeckte Dimitris eine warme Stadt, mit freundlichen Menschen, die ihn niemals wie einen Ausländer betrachteten, sondern ihn für einen Einheimischer hielten und ihn gerne unterstützten, sich zu integrieren. Er sieht die Hauptstadt Rumäniens als eine vollkommene Bestimmung für diejenigen, die studieren wollen, es ist aber auch ein Ort, den alle Touristen besuchen sollten.

Sie haben sehr viele schöne Plätze, die Sie fördern sollten. Ich weiss nicht, wie es in der kommunistischen Zeit war, denn ich bin zu jung, aber ich finde Bukarest eine freie, offene Stadt. Es ist eine Mischung von Stylen, die zusammen eine lebendige Stadt in ständiger Bewegung bilden. Die Verbindung vom Alten und Neuen ist vollkommen und faszinierend. Es ist aber erstaunlich, dass viele Bukarest sich nicht bewusst sind, wie wundervoll die Stadt ist, in der sie leben. Vielleicht sollten sie sich aufmerksam umsehen und sie würden beobachten, dass ihre Stadt wunderbar ist”, schlussfolgerte Dimitris Michas.

Was der junge Grieche sagt, sollte ein Thema zum Nachdenken sein, weil die Rumänen manchmal vergessen zu schätzen, was wir haben. Wenn Dimitris erklärte, dass er Cișmigiu und die alte Innenstadt sehr liebt, bedeutet, dass er davon beeindruckt war und seine Liebe zu Bukarest erklärte. Es gibt auch andere Ausländer, die nach Bukarest kommen und von der Schönheit dieser Stadt beeindruckt sind.

Autor: Ștefania Enache
Foto: Corina Gheorghe

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